Auf den Spuren des Erbes des Marinestützpunkts Sasebo

Mit dem Ausbau des Kriegshafens in Sasebo errichtete die Armee zur Verteidigung die Festung Sasebo. Die zur Anlage gehörenden Batterien wurden bis 1901 um den Bereich der Hafeneinfahrt von Sasebo angelegt. In der Stadt Sasebo selbst lagen das Festungskommando sowie das Festungsartillerieregiment. Mit der Zeit fand ein strategischer Wandel in der japanischen Armee statt, die zunehmend auf Angriff statt Verteidigung setzte. 1936 wurde die Festung aufgelöst und in die Festung Nagasaki integriert. Das Fort Marudeyama war innerhalb der Festung Sasebo die Hauptbatterie für Artilleriegefechte, die auf längere Kämpfe gegen herannahende feindliche Kriegsschiffe ausgelegt war. Es war mit vier 24-cm-Kanonen für Direktfeuer sowie vier 28-cm-Haubitzen für Steilfeuer ausgerüstet. Für die Feuerleitung der 28-cm-Haubitzen diente ein Beobachtungsposten, von dem aus die Entfernung zu feindlichen Schiffen sowie die Einschlagpunkte der Geschosse ermittelt und an die Batterie gemeldet wurden. An diesem Beobachtungsposten ist eine gepanzerte Deckung erhalten geblieben. Eine derartige Konstruktion ist heute nur noch am Marudeyama sowie an der ersten Batterie der Festung Yura (Tomogashima, Stadt Wakayama, Präfektur Wakayama) zu sehen.

Vorstellung der Kulturgüter

Die Festung Sasebo und zugehörige Anlagen(ehemaliger Artillerie-Beobachtungsposten im Fort Marudeyama)

Mit dem Ausbau des Kriegshafens in Sasebo, errichtete die Armee zur Verteidigung die Festung Sasebo. Die zur Anlage gehörenden Batterien wurden bis 1901 um den Berreich der Hafeneinfahrt von Sasebo angelegt. In der Stadt Sasebo selbst lagen das Festungskommando sowie das Festungsartillerieregiment. Mit der Zeit fand ein strategischer Wandel in der japanischen Armee statt, die zunehmend auf Angriff statt Verteidigung setzte. 1936 wurde die Festung aufgelöst und in die Festung Nagasaki integriert. Das Fort Marudeyama war innerhalb der Festung Sasebo die Hauptbatterie für Artilleriegefechte, die auf längere Kämpfe gegen herannahende feindliche Kriegsschiffe ausgelegt war. Es war mit vier 24-cm-Kanonen für Direktfeuer sowie vier 28-cm-Haubitzen für Steilfeuer ausgerüstet. Für die Feuerleitung der 28-cm-Haubitzen diente ein Beobachtungsposten, von dem aus die Entfernung zu feindlichen Schiffen sowie die Einschlagpunkte der Geschosse ermittelt und an die Batterie gemeldet wurden. An diesem Beobachtungsposten ist eine gepanzerte Deckung (Panzerabdeckung) erhalten geblieben. Eine derartige Konstruktion ist heute nur noch am Marudeyama sowie an der ersten Batterie der Festung Yura (Tomogashima, Stadt Wakayama, Präfektur Wakayama) zu sehen.

Batterien der Marineverteidigungs- und Wachtruppen(Reste der Flugabwehrbatterie am Berg Tajima)

Die im Ersten Weltkrieg erstmals eingesetzten Militärflugzeuge entwickelten sich rasch weiter und wurden zunehmend zu einer Bedrohung für Kriegsschiffe und Städte. 1924 wurde im Marinebezirk Sasebo erstmals ein Manöver durchgeführt, das einen Luftangriff simulierte. Zu diesem Zweck errichtete man eine provisorische Flugabwehrstellung auf dem Gipfel des über dem Stützpunkt liegenden Berges Yumihari. Sie diente anschließend als Übungsbatterie für das Training der Luftverteidigung. Mit dem Ausbruch des Japanisch-Chinesischen Krieges im Jahr 1937 wurden am Yumihari und an weiteren elf Standorten feste Flugabwehrbatterien eingerichtet. In der Endphase des Pazifikkrieges ab Juni 1944 erfolgte eine umfassende Verstärkung der Anlage. Sie wurde zu einer leistungsstarken Flugabwehrstellung mit modernster Ausrüstung ausgebaut, darunter zwei Doppellafetten des 10-cm-Flugabwehrgeschützes Typ 98 sowie ein Marine-Radar vom Typ 4 Mark 1 Modell 1 zur Zielerfassung. Diese Modernisierung fiel in die Zeit des Vordringens amerikanischer B-29-Langstreckenbomber auf dem chinesischen Festland. Es wird daher angenommen, dass es sich um die erste in Japan eingerichtete Flugabwehrbatterie handelte, die speziell zur Bekämpfung der B-29 vorgesehen war. Die Flugabwehrbatterie am Berg Tajima wurde in der Folge intensiv zur Abwehr der Luftangriffe auf die japanischen Hauptinseln eingesetzt. Beim Luftangriff auf Sasebo am 29. Juni 1945 führte sie 14 radarunterstützte Feuerleitungen durch und gab insgesamt 139 Schüsse ab. Heute sind die Überreste der Radaranlage, der Geschützstellungen, des Befehlsstands sowie der Munitionsmagazine in gutem Zustand erhalten und vermitteln ein anschauliches Bild vom Aufbau einer damaligen Flugabwehrbatterie.

Gebäude des Marinestützpunkts Sasebo und des Marineausbildung- verbands(ehemaliges Archivgebäude des Marinestützpunkts)

Das ehemalige Archivgebäude des Marinestützpunkts Sasebo befindet sich im Stadtteil Imabuku in der Stadt Sasebo. Angrenzend liegt das Yatake-Reservoir (1889) als Teil der Wasserversorgungsanlagen des ehemaligen Marinestützpunkts Sasebo und ältestes modernes Wasserwerk Kyushus. Dieses Gebäude gehörte einst zur „Chinjufu‑Bunko“, einer Verwaltungsstelle, die im Stützpunkt für die Aufbewahrung geheimer Zeichnungen und amtlicher Dokumente zuständig war.
Es wurde im Dezember 1937 fertiggestellt und im März 1939 erweitert. Der Bau besteht aus Stahlbeton, mit zwei oberirdischen Stockwerken und einem Untergeschoss. Die Grundfläche beträgt 136,18 m², die Gesamtgeschossfläche 779,19 m². Das Gebäude ist als Stahlbeton-Rahmentragwerk konstruiert und verfügt über gevoutete Balken sowie zahlreiche Stützen mit erdbebensicheren Trennwänden, wodurch eine hohe Tragfähigkeit gegenüber äußeren Kräften gewährleistet ist. Im Untergeschoss wurde ein Lichtgraben angelegt, der Tageslicht, Feuchtigkeitsschutz und Belüftung sicherstellt. Für ein Bauwerk aus der Vorkriegszeit ist dies ein seltenes Beispiel.

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