Die Modernisierungsdenkmäler der Verkehrsinfrastruktur der Stadt Tadotsu

Die Stadt Tadotsu legte 1838 mit dem groß angelegten Bauprojekt “Tadotsu Tampo”, das durch beträchtliche Investitionen finanziert wurde, den Grundstein für den Tadotsu-Hafen. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts florierte die Stadt. Sie diente als Anlegestelle für Pilger, die den nahegelegenen Kotohira-gu-Schrein (der als Schutzgott der Seefahrt verehrt wird) besuchten, und als Anlaufstelle für die „Kitamaebune“ – Handelsschiffe, die von Nordjapan nach Osaka fuhren und entlang der Nordküste Japans sowie im Seto-Binnenmeer Handel trieben. 1889 wurde die Sanuki-Eisenbahn mit Tadotsu als Knotenpunkt eingerichtet, wodurch die Stadt zu einem wichtigen Zentrum des Seetransports wurde. Darüber hinaus blühte Tadotsu als Geburtsstätte der modernen Kultur in Shikoku auf, da hier die erste Wetterstation Shikokus, ein staatliches Postamt erster Klasse und ein Elektrizitätsunternehmen gegründet wurden. Die „Tadotsu Tampo“, die Hafenanlage des Tadotsu-Hafens, diente als Anlegeplatz für die Kitamaebune. Die ehemalige Goda-Residenz war das Zuhause der Familie Goda, die als Schiffsmakler zu Wohlstand gekommen waren. Die „Drehscheibe auf dem Gelände des JR-Bahnhofs Tadotsu“ ist eine Eisenbahnanlage, die durch die Beiträge der „Tadotsu Shichifukujin“ (der sieben wohlhabenden Kaufmannsfamilien von Tadotsu, einschließlich der Familie Goda), modernisiert wurde. All diese Einrichtungen sind unschätzbare Kulturgüter, die die Geschichte Tadotsus veranschaulichen. Seit dem 17. Jahrhundert florierte Tadotsu als Anlaufhafen für die Kitamaebune und als maritimes Tor zum Kotohira-gu-Schrein. Mit der Gründung der Sanuki-Eisenbahn und anderen Fortschritten spielte Tadotsu stets eine führende Rolle bei der Modernisierung Shikokus.

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Vorstellung der Kulturgüter

Tadotsu Tampo

Die Hafenanlage „Tadotsu Tampo“ wurde für die ankommenden Kitamaebune, die auf Routen von Nordjapan nach Osaka verkehrten, errichtet. Sie wurde 1838 im Zuge der Umgestaltung des alten Hafens erbaut, der zuvor die Flussmündung genutzt hatte. Die Anlage wurde errichtet, um der Enge des bestehenden Hafens entgegenzuwirken, und entstand auf Sandbänken, die durch Fluss- und Gezeitenströmungen geformt worden waren. Es wird angenommen, dass sie entworfen wurde, um die Erosion des Hafenviertels durch Strömungen und Wellen zu verhindern. In diesem Zuge wurde auch die Wassertiefe erheblich vergrößert. In den frühen Tagen des Tadotsu-Hafens war es zunächst nur möglich, mit großen Schiffen indirekt über kleinere Boote wie Tenmasen (Beiboote) zu interagieren. Später ermöglichte die größere Wassertiefe den direkten Zugang für große Schiffe, was dazu führte, dass viele Kitamaebune und andere Frachtschiffe in den Hafen einliefen. Die Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Deckwerke waren bis vor kurzem noch zu sehen, sind aber durch die Küstenschutzarbeiten in den letzten Jahren unsichtbar geworden. Heute sind noch einige Teile der 1912 durchgeführten Umbauarbeiten zu sehen.

Die Spitze von „Tadotsu Tampo“ ist abgerundet.

Die Spitze von „Tadotsu Tampo“ ist abgerundet.

Der Pfeiler zum Anlegen von Schiffen ist noch vorhanden.

Der Pfeiler zum Anlegen von Schiffen ist noch vorhanden.

Ein Großteil des Küstenschutzes aus Stein ist noch vorhanden.

Ein Großteil des Küstenschutzes aus Stein ist noch vorhanden.

Die ehemalige Goda-Residenz

Die ehemalige Goda-Residenz (genannt “Shimaya”) ist ein prächtiges Herrenhaus, das über drei Generationen hinweg von der Familie Goda schrittweise erbaut und instandgehalten wurde. Die Godas waren vom Ende des 18. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wohlhabende Kaufleute, Unternehmer und Politiker. Die Familie Goda zog 1845 von einer nahe gelegenen Stadt nach Tadotsu. Als Tadotsu sich zu einem Anlaufhafen für die Kitamaebune entwickelte, tauchten Reeder und Händler auf, die mit den Kitamaebune regionale Produkte handelten. Unter diesen Kaufleuten, den sogenannten “Kaisen Doiya” (Schiffsmaklern), gab es sieben besonders erfolgreiche Handelsfamilien in Tadotsu. Diese wurden als „Tadotsu Shichifukujin“ bezeichnet. Auch die Familie Goda gehörte zu diesem Kreis. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts investierten sie erhebliche Summen in Modernisierungsmaßnahmen. Zu den Exportgütern von Tadotsu gehörten Zucker, Baumwolle und Salz, die in der Umgebung produziert wurden. Die Exporte beschränkten sich nicht nur auf regionale Spezialitäten aus Sanuki; auch Produkte aus Kochi, die über das Shikoku- Gebirge transportiert wurden, wurden von Tadotsu aus exportiert. Zu den Importgütern gehörten Reis, Kombu (Seetang) aus Hokkaido, Pazifischer Makrelenhecht, Miso, Sojasoße und Hoshika (getrocknete Sardinen, die als Dünger verwendet wurden).

Von der Kassettendecke hängt ein Kronleuchter im westlichen Stil.

Von der Kassettendecke hängt ein Kronleuchter im westlichen Stil.

Ein Waschbecken aus Keramik.

Ein Waschbecken aus Keramik.

Auf dem Grundstück befindet sich noch ein Lagerhaus, das aus Ziegelsteinen gebaut wurde.

Auf dem Grundstück befindet sich noch ein Lagerhaus, das aus Ziegelsteinen gebaut wurde.

Drehscheibe im Gelände des JR-Bahnhofs Tadotsu

Die Stadt Tadotsu ist als Wiege der Eisenbahn auf Shikoku bekannt und beherbergt viele Modernisierungsdenkmäler mit Eisenbahn-Bezug. Insgesamt gab es zehn registrierte Kulturgüter: drei am JR-Bahnhof Tadotsu und sieben auf dem Gelände der JR-Werkstatt Tadotsu (heute zwei am Bahnhof Tadotsu und sechs in der Werkstatt Tadotsu). Besonders hervorzuheben sind eine Drehscheibe und zwei Wassertürme am JR-Bahnhof Tadotsu. Die Drehscheibe, die zum Wenden von Lokomotiven dient, wurde 1950 gebaut und ist mit genieteten Stahlträgern ausgestattet. Der erste Wasserturm aus dem Jahr 1913 besteht aus einem Turm aus Ziegelmauerwerk, auf dem ein Wassertank aus Stahlbeton ruht. Er ist der einzige vor dem Zweiten Weltkrieg errichtete Wasserturm in der Präfektur Kagawa. Der zweite, bereits wieder demontierte Wasserturm, wurde 1951 gebaut und war eine Stahlkonstruktion, die alte Schienen als Baumaterial verwendete. Diese Einrichtungen waren unerlässlich für den Betrieb von Dampflokomotiven, da diese viel Wasser benötigten. Die Überreste dieser Gebäude sind ein wichtiges Zeugnis dafür, dass der Bahnhof Tadotsu ein wichtiger Knotenpunkt der Haupteisenbahnlinien auf Shikoku war.

Das Fundament besteht aus verlegten Steinen.

Das Fundament besteht aus verlegten Steinen.

An den Enden der Drehscheibe kann man Räder sehen.

An den Enden der Drehscheibe kann man Räder sehen.

Der Kontrollraum wurde in der Zwischenzeit erneuert.

Der Kontrollraum wurde in der Zwischenzeit erneuert.

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